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100 Jahre Route 66 - Quer durchs Land dem amerikanischen Traum entgegen

Geschrieben von Alex Bähler | 27.05.2026 10:53:52

Von Alex Bähler

Es gibt Strassen, die einfach von A nach B führen. Und es gibt die Route 66.

Wer die berühmte „Mother Road“ von Chicago bis nach Santa Monica bereist, reist nicht einfach durch die USA – sondern durch ein Stück amerikanische Geschichte, Popkultur und Sehnsucht. Kaum eine Strasse wurde so oft besungen, beschrieben und romantisiert wie diese legendäre Verbindung zwischen dem Mittleren Westen und der Pazifikküste.

Ursprung der Route 66

1926 eröffnet, führte die Route 66 über rund 4’000 Kilometer durch acht Bundesstaaten: Illinois, Missouri, Kansas, Oklahoma, Texas, New Mexico, Arizona und Kalifornien. Sie verband grosse Städte mit kleinen Wüstenorten, endlosen Highways mit Diners, Motels und Tankstellen mitten im Nirgendwo. Für viele Amerikaner wurde sie zum Symbol für Freiheit, Hoffnung und Aufbruch.

Besonders während der Weltwirtschaftskrise in den 1930er-Jahren erhielt die Route 66 eine fast mythische Bedeutung. Tausende Familien machten sich auf den Weg Richtung Westen – auf der Suche nach Arbeit, Sonne und einem besseren Leben in Kalifornien. Der Schriftsteller John Steinbeck verewigte diese Zeit in seinem Roman The Grapes of Wrath und nannte die Route darin wohl erstmals die berühmte „Mother Road“.

Später wurde die Strasse zum Inbegriff des amerikanischen Roadtrips. In den 1950er- und 1960er-Jahren packten Familien ihre Koffer, fuhren mit grossen Cadillacs Richtung Westen und stoppten unterwegs in Neon-Motels, klassischen Diners und kleinen Orten mit klingenden Namen wie Tucumcari, Seligman oder Barstow. Auch musikalisch wurde die Route unsterblich – etwa mit dem legendären Song (Get Your Kicks on) Route 66, der bis heute sofort Bilder von offenem Highway, Tankstellenromantik und Sonnenuntergängen in der Wüste hervorruft.

Und heute?

Die ehrliche Antwort lautet: Die Route 66 existiert nicht mehr komplett so wie früher. Viele Abschnitte wurden durch moderne Interstate-Highways ersetzt, manche Teile der Route 66 enden plötzlich, andere wirken verlassen oder fast vergessen. Wer heute erwartet, während zwei Wochen ununterbrochen auf einer perfekt erhaltenen historischen Strasse unterwegs zu sein, wird eines anderen belehrt.

Aber genau darin liegt vielleicht der Zauber der heutigen Route 66. So ganz einfach ist es dann doch nicht.

Die Reise lebt heute weniger von der perfekten Strasse als vom Gefühl dahinter. Vom langsamer werden. Vom bewussten Reisen. Vom Amerika zwischen den grossen Metropolen. Von alten Tankstellen mit verblassten Schildern, klassischen Diners mit Filterkaffee und Burgern, Neonlichtern in der Abenddämmerung und Begegnungen mit Menschen, die ihre kleine Ecke der Route 66 mit unglaublicher Leidenschaft am Leben halten.

Besonders eindrücklich sind heute noch viele Abschnitte in Arizona und New Mexico. Orte wie Seligman, Williams oder Kingman versprühen weiterhin echten Route-66-Charme. Die legendäre Cadillac Ranch in Texas gehört ebenso dazu wie alte Motels entlang der Strecke oder der Santa Monica Pier am Pazifik, wo die Reise traditionell endet.

Und genau da unterstützen wir!

Viele unserer Kunden entscheiden sich heute bewusst dafür, die Route nicht „durchzurasen“, sondern sie als Erlebnisreise zu verstehen. Mit genügend Zeit. Vielleicht mit einem Cabriolet, einem Mustang, einem Camper oder sogar mit dem Motorrad. Gerade auf dem Motorrad entfaltet die Route 66 ihren ganz besonderen Reiz – dieses Gefühl von Freiheit, Weite und Americana ist kaum irgendwo intensiver spürbar.

Als USA-Spezialisten unterstützen wir von Media Reisen unsere Kunden gerne bei der Planung einer individuellen Route-66-Reise. Ob Mietwagen, Camper oder Motorrad – wir helfen dabei, die passende Strecke zusammenzustellen, realistische Etappen zu planen und auf Wunsch auch Unterkünfte entlang der Route zu reservieren. Denn gerade die Mischung aus historischen Motels, besonderen Lodges und gut gelegenen Stopps macht den Charakter dieser Reise aus.

Die Route 66 ist heute vielleicht nicht mehr die wichtigste Strasse Amerikas.

Aber vielleicht ist sie noch immer die emotionalste. Und ganz sicher ist sie die romantischste Idee von der Durchquerung der Staaten - dem Ozean und damit dem Glück entgegen.

Bei Media Reisen planen wir Reisen ganz individuell – abgestimmt auf Ihre Wünsche, Ihr Tempo und die Art zu reisen, die zu Ihnen passt. Vereinbaren Sie eine kostenlose Beratung mit uns!